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Glowworms (Arachnocampa luminosa)

Sticky silk threads hanging down from the roof of the cave from the larvae of the fungus gnats (Arachnocampa luminosa). The larvae of the species are bioluminescent and feed on the light-attracted insects that get entagled in their sticky silk threads. Glowworm cave near Waitomo Cave, New Zealand. | Die Höhlen in der Nähe von Waitomo und Te Kuiti, Neuseeland, sind dafür bekannt, dass ihre Decken von sogenannten "Glowworms" geheimnisvoll blau-grün beleuchtet werden. Von weit unten betrachtet und ohne künsliches Licht hat der Höhlenbesucher den Eindruck eines offenen, sternenübersäten Himmels. In flacheren Höhlenabschnitten und bei seitlicher Beleuchtung fühlt man sich eher an Kristall-Lüster erinnert. An der Decke leben die mehrere Zentimeter lange Larven der Pilzmückenart Arachnocampa luminosa (zu deutsch etwa "Leuchtende Spinnenraupe"). Die Maden fertigen aus Seidenfäden ein Gespinst an, auf dem sie sich fortbewegen und das sie als ihr Territorium gegen Nachbarlarven verteidigen. Von diesem Netz hängen lässte jede Larve mehrere Dutzend (bis zu etwa 60) mit klebrigen Tropfen versehene Fäden herab. Die Maden haben, wie alle Larven der etwa 3000 weltweit vorkommenden Pilzmückenarten, die Fähigkeit zur Biolumineszenz. Das bedeutet, sie erzeugen durch eine Enzym-gesteuerte chemische Reaktion unter Energieverbrauch in ihrem Körperinneren Licht. Durch ihre durchsichtige Körperhülle tritt dieses Licht nach außen. Die Reaktion setzt 95% der freiwerdenden Energie als Licht um und nur 5% als Wärme - keine bisher von Menschen hergestellte Lichtquelle hat einen derart hohen Wirkungsgrad. Wegen der geringen Wärmeerzeugung spricht man von "kaltem Licht". Das Leuchten in den Höhlen und unter Überhängen lockt Insekten an, die an den Fangfäden kleben bleiben und von den Mückanlarven gefressen werden.

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Glowworm | Pilzmücke
Sticky silk threads hanging down from the roof of the cave from the larvae of the fungus gnats (Arachnocampa luminosa). The larvae of the species are bioluminescent and feed on the light-attracted insects that get entagled in their sticky silk threads. Glowworm cave near Waitomo Cave, New Zealand. | Die Höhlen in der Nähe von Waitomo und Te Kuiti, Neuseeland, sind dafür bekannt, dass ihre Decken von sogenannten "Glowworms" geheimnisvoll blau-grün beleuchtet werden. Von weit unten betrachtet und ohne künsliches Licht hat der Höhlenbesucher den Eindruck eines offenen, sternenübersäten Himmels. In flacheren Höhlenabschnitten und bei seitlicher Beleuchtung fühlt man sich eher an Kristall-Lüster erinnert. An der Decke leben die mehrere Zentimeter lange Larven der Pilzmückenart Arachnocampa luminosa (zu deutsch etwa "Leuchtende Spinnenraupe"). Die Maden fertigen aus  Seidenfäden ein Gespinst an, auf dem sie sich fortbewegen und das sie als ihr Territorium gegen Nachbarlarven verteidigen. Von diesem Netz hängen lässte jede Larve mehrere Dutzend (bis zu etwa 60) mit klebrigen Tropfen versehene Fäden herab. Die Maden haben, wie alle Larven der etwa 3000 weltweit vorkommenden Pilzmückenarten, die Fähigkeit zur Biolumineszenz. Das bedeutet, sie erzeugen durch eine Enzym-gesteuerte chemische Reaktion unter Energieverbrauch in ihrem Körperinneren Licht. Durch ihre durchsichtige Körperhülle tritt dieses Licht nach außen. Die  Reaktion setzt 95% der freiwerdenden Energie als Licht um und nur 5% als Wärme - keine bisher von Menschen hergestellte Lichtquelle hat einen derart hohen Wirkungsgrad. Wegen der geringen Wärmeerzeugung spricht man von "kaltem Licht". Das Leuchten in den Höhlen und unter Überhängen lockt Insekten an, die an den Fangfäden kleben bleiben und von den Mückanlarven gefressen werden.